3. Angst und Nebel

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Szenario: Henri Vernes, Zeichnungen: William Vance
144 Seiten, HC, 29,7 x 22,6 cm, vf, Altersempfehlung: ab 12
ISBN 978-3-932578-62-5
Verkaufspreis30,00 €
Beschreibung

Dieses Album enthält die nächsten drei von Vance gezeichneten Einzelbände von 1969-70, wovon der erste in diesem Band eine deutsche Erstveröffentlichung ist. Die anderen beiden wurden 1977 und 2003 in ZACK vorabgedruckt.

"Nowhere City" (DA10-IN04)
"Das Archipel der Angst" (DA09-IN04)
"Die Augen im Nebel" (DA07-IN01)




Angst und Nebel ist eine passende Überschrift für die hier versammelten Grusel-Abenteuer von Bob Morane. In klassischer Manier der 60er und 70er Jahre schickt Henri Vernes seinen Helden in die Vergangenheit, auf eine geheimnisvolle Insel und verschafft ihm eine Begegnung mit Geistern. Ausführender Zeichner ist in diesen drei Episoden William Vance, dem das Besondere der Episoden sichtlich Spaß gemacht zu haben scheint. 
Ausgerechnet ein altmodisches Kinderkarussell bringt Bob Morane und seinen Kumpel Bill Ballantine in die Vergangenheit. Nach einer rasenden Fahrt befinden sich die Freunde in "Nowhere City" im Jahre 1882. Ein Hauch von Wilder Westen liegt noch in der Luft. Das funktioniert optisch, wie auch in der Erzählung von Vernes. Denn ebenso wie seine beiden Helden zunächst zweifeln, ob sie nicht doch in der Vergangenheit angelangt sind, zweifelt der Leser nach einer Kette von Indizien mit... 
Viel phantastischer und noch unheimlicher geht es in der Episode "Das Archipel der Angst" zu, die besonders Freunden der Literatur von Jules Verne gefallen dürfte. Wer außerdem Spaß an futuristischen und unheimlichen Szenarien der 70er Jahre hat, für den ist diese Geschichte ein Spaß. Ein wenig fühlt man sich an Luc Orient und seine riesigen Killersporen erinnert. Hier sind es jedoch mannsgroße rote Gummibälle, hinzu kommen insektoide Roboter, Riesenkrabben und unerklärliche Anziehungskräfte... 
Diese Episode lässt sich unter das Motto stellen: Genieße das Abenteuer! Es ist nicht vorhersagbar, was passieren wird. Wie einst Hugo Pratt lässt sich Vernes mit seiner Phantasie treiben, macht seinen Helden das Leben so schwer wie möglich und bugsiert sie mit ungewöhnlichen Maßnahmen wieder aus dem Schlamassel heraus – und gleich wieder hinein in die nächste Bredouille. 
Was könnte gruseliger sein als der Nebel von London? Schon Edgar Wallace wusste mit diesem Element zu spielen. "Die Augen im Nebel", Titel der dritten Episode, bezeichnen vermummte dahinschwebende Männer, deren Augen blitzende und todbringende Strahlen verschießen können... 
"Mittendrin, statt nur dabei", dieser kleine Spruch beschreibt die Bildtechnik von Vance auf den Punkt. Man blickt seinen Protagonisten über die Schulter, versperrt ihnen den Weg oder steht mitten in den Flammen. Der Zusammenhang der Bilder, die Kameraführung, ist hier viel stärker ausgeprägt, als es in manch neueren Produktionen der Fall ist. 
Unheimliche Episoden aus dem Leben Bob Moranes. Wer eine große Portion Grusel und Phantastik in Abenteuern mag, der liegt mit diesen Abenteuern genau richtig. Dank William Vance, einem altmeisterlichen Zeichner des Comics, passt die Stimmung auf das I-Tüpfelchen genau. 
(comicblog)

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